Ausleitende Verfahren

Diese Therapiekonzepte gehen bis Hippokrates zurück. Demnach können Organe eines kranken Körpers gereinigt werden, indem über äußere Maßnahmen schädliche Stoffe ausgeschieden oder Selbstheilungskräfte aktiviert werden. In meiner Praxis wende ich folgende ausleitende Verfahren an:

 

Mit der Schröpftherapie lassen sich über Hautareale lokale Schmerzen, aber auch innere Organe reflektorisch beeinflussen. Mit den Glocken wird auf ausgewählten Hautbezirken (Schröpfreflexzonen) ein Unterdruck erzeugt und damit eine verstärkte Durchblutung bewirkt. Weil bestimmte Hautareale durch Nervenbahnen mit inneren Organen verbunden sind, können sogenannte viszerokutane Reflexe vom funktions-gestörten oder erkrankten Organ zur Haut therapeutisch genutzt werden.

 

Anwendungsgebiete sind vor allem orthopädische Schmerzbehandlung, aber auch rheumatische Beschwerden, chronische Kopfschmerzen und Migräne, Gallen- oder Nierenkrankheiten sowie Erkältungskrankheiten.


Die Blutegel-Behandlung stammt aus der Volksmedizin und wird in Europa erstmalig um 200 v. Chr. erwähnt. Ihre Wirkung ist insbesondere auf die speziellen Blutegelwirkstoffe zurückzuführen. Das abgesonderte Hirudin und andere Stoffe wirken nicht nur an der Bissstelle, sondern insgesamt entzündungs- und gerinnungshemmend sowie durchblutungsfördernd. Die Therapie wirkt blutreinigend, entgiftend, entstauend und krampflösend. An der Bissstelle werden  Flüssigkeitsansammlungen und Stoffwechselschlacken ausgeleitet.  Sie ist besonders für die Bekämpfung entzündlicher Prozesse geeignet, z.B. Mittelohrentzündung, Venenerkrankungen (Krampfadern!), lokale Infektionen, Gelenksarthrosen oder -entzündungen (Tennisarm oder Frozen Shoulder Syndrom!), rheumatische Beschwerden, Durchblutungsstörungen, Gallenblasenentzündung, Hämorrhoiden, Wundheilungsstörungen durch postoperativen Lymphstau und vieles mehr.


Beim Aderlass handelt es sich um einen therapeutischen Blutentzug. Die entnommene Blutmenge (je nach Konstitution des Patienten zwischen 50 und 300 ml) wird vom Körper sofort mit einem verstärkten Einströmen von Gewebeflüssigkeit in die Blutbahn beantwortet. Dadurch wird das Blut verdünnt und gereinigt. Darüber hinaus greift der Aderlass in vegetativ-hormonale Abläufe ein und wirkt vegetativ umstimmend.

 

 

Eingesetzt wird der große Aderlaß bei allen Erkrankungen mit einem erhöhten Anteil der roten Blutkörperchen, Bluthochdruck, Stoffwechselerkrankungen (Übergewicht, Gicht), Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen, Migräne.